Ein Probeaufenthalt macht den Unterschied zwischen Raten und Wissen. Wer vorab für ein bis zwei Monate mietet, spürt den echten Alltag – wie den Schulweg im Verkehr oder was passiert, wenn ein Kind um 2am krank wird. Bali wirkt aus einem Resort ganz anders als vom gemieteten Roller bei Besorgungen mit einem Kleinkind. Beginnen Sie lieber mit einer kurzfristigen Villenmiete, statt sich sofort für ein ganzes Jahr festzulegen, selbst wenn der Übernachtungspreis höher ausfällt als bei einem Langzeitvertrag.
Nutzen Sie die Probezeit, um Dinge zu testen, die sich später nur schwer rückgängig machen lassen. Besuchen Sie zwei oder drei Schulen persönlich, statt sich auf Websites zu verlassen, und fragen Sie nach einer Schnupperstunde, falls die Schule dies erlaubt. Klären Sie, wie Visa für auf Bali lebende Familien funktionieren, bevor Sie sich für eine bestimmte Villa begeistern – denn Visa-Runs und Formalitäten bestimmen maßgeblich, wo Sie langfristig realistisch leben können. Achten Sie auch darauf, wie Ihre Kinder alltägliche Kleinigkeiten wie Mückenstiche und leichte Erkrankungen wegstecken, denn genau das zerrt an den Nerven, sobald die erste Euphorie verflogen ist.
Wenn die Probephase gut läuft, trennen Sie die Entscheidung über den Mietvertrag von der Lage selbst. Lesen Sie, worauf Sie vor Abschluss eines langfristigen Villen-Mietvertrags auf Bali achten sollten, bevor Sie unterschreiben, da Vertragskonditionen und enthaltene Instandhaltungsleistungen je nach Eigentümer stark variieren. Ein guter Probelauf verschafft Ihnen zudem einen Vorsprung: Sie kennen die Nachbarschaft, den Ruf des Vermieters und wissen, ob das Internet bei Arbeitsanrufen stabil bleibt. Familien, die den Probeaufenthalt auslassen und sich nach nur einem Urlaub für ein Jahr binden, kündigen Mietverträge oft vorzeitig oder ziehen im ersten Jahr gleich zweimal um.
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