Familien wählen je nach Aufenthaltsgrund eine von mehreren Visa-Optionen. Arbeitet ein Elternteil für ein in Indonesien registriertes Unternehmen oder besitzt eine lokale Firma, sponsert dieses Unternehmen ein Arbeits-KITAS; Ehepartner und Kinder erhalten ein daran gebundenes Dependent-KITAS. Familien mit schulpflichtigen Kindern gehen oft den Weg über die Schule selbst, da viele internationale Schulen auf Bali ein KITAS für Schüler und mitunter auch für einen Elternteil sponsern. Remote-Worker mit Einkommen von außerhalb Indonesiens können das E33G-Visum für Remote-Arbeit beantragen, das keinen lokalen Sponsor erfordert. Rentner ab 55 Jahren können ein Ruhestands-KITAS beantragen. Für Familien mit ausreichenden Ersparnissen oder einer Rente gibt es zudem das Second-Home-Visum als längerfristige Option, die ganz ohne Sponsor auskommt.
Die Genehmigung erfordert Formalitäten, die die meisten Familien lieber einem lizenzierten Visa-Agenten überlassen, statt alles allein zu erledigen: ein polizeiliches Führungszeugnis aus dem Heimatland, ein Gesundheitscheck, biometrische Scans und mehrere Termine bei der örtlichen Einwanderungsbehörde. Die meisten Familien-KITAS gelten für sechs Monate oder ein Jahr und müssen vor Ablauf verlängert werden, wobei die Genehmigungen der Kinder meist zusammen mit denen des sponsernden Elternteils verlängert werden. Nach mehreren aufeinanderfolgenden Jahren mit KITAS können Familien ein KITAP beantragen – eine langfristige Aufenthaltserlaubnis, die den Aufwand jährlicher Verlängerungen erspart. Einige Familien reisen zunächst mit einem Sozial- oder Touristenvisum ein, während ihr KITAS-Antrag läuft, und wechseln nach der Genehmigung.
Einige Dinge sorgen oft für Probleme: Reisepässe müssen ausreichend lange gültig sein, meist mindestens achtzehn Monate, da Verlängerungsanträge sonst abgelehnt werden. Läuft eine Erlaubnis auch nur um einen Tag ab, drohen Geldstrafen und bürokratischer Mehraufwand; Familien behalten Verlängerungsdaten daher genau im Blick, oft mit Erinnerungen ihres Agenten. Da sich Regeln und Anforderungen häufiger ändern, lohnt es sich, aktuelle Details direkt mit der Einwanderungsbehörde oder einem seriösen Agenten abzuklären, anstatt sich auf Erfahrungen von Bekannten aus dem Vorjahr zu verlassen. Empfehlungen anderer Expat-Eltern über lokale Facebook-Gruppen oder Elternnetzwerke an Schulen sind meist der schnellste Weg, um einen wirklich kompetenten Agenten zu finden.
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