Das E33G ist das Remote-Worker-KITAS (befristete Aufenthaltserlaubnis), das die indonesische Einwanderungsbehörde für Personen eingeführt hat, die ihr Einkommen außerhalb des Landes erzielen – wie angestellte Remote-Mitarbeiter, Freiberufler oder Unternehmer mit Kunden und Umsätzen im Ausland. Die Beantragung erfolgt vorab über eine indonesische Botschaft bzw. ein Konsulat oder online über das E-Visum-System, meist mit Unterstützung eines Sponsors oder lizenzierten Agenten. Das Visum gilt in der Regel für ein Jahr und kann verlängert werden. Eine lokale Erwerbstätigkeit oder Einkünfte von einem indonesischen Arbeitgeber sind damit nicht gestattet. Die Behörden verlangen Nachweise über die Remote-Tätigkeit oder Kundenverträge, ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis und eine für den Aufenthalt gültige Krankenversicherung.
Kompliziert für Familien wird es dadurch, dass das E33G nur auf eine einzelne qualifizierte Arbeitskraft zugeschnitten ist, nicht auf einen Haushalt. Es enthält kein integriertes Angehörigen-Visum wie andere KITAS-Kategorien; Ehepartner und Kinder sind also nicht automatisch abgedeckt, nur weil ein Elternteil die Kriterien erfüllt. In der Praxis muss der nicht erwerbstätige Partner eine eigene Aufenthaltserlaubnis über eine andere Visumkategorie beantragen, oder beide Elternteile qualifizieren sich separat, falls beide remote arbeiten. Da sich die Bestimmungen für Angehörige ändern können, sollten Sie die aktuellen Vorgaben vorab mit einer lizenzierten Visa-Agentur prüfen, bevor Sie sich für diesen Weg als Hauptvisum für die Familie entscheiden.
Für Familien, bei denen ein oder beide Elternteile tatsächlich remote aus dem Ausland bezahlt werden, kann das E33G dennoch eine gute Wahl sein: Es erspart die Gründung eines lokalen Unternehmens rein für den Aufenthaltsstatus, und ein Jahr bietet genug Zeit, um die Kinder an Schule und Alltag zu gewöhnen. Nachteile sind der bürokratische Aufwand für den Nachweis des Auslandseinkommens und fristgerechte Verlängerungen sowie die Extrakosten und Formalitäten für separate Visa der Angehörigen. Viele zuziehende Familien vergleichen es letztlich mit visa-Optionen, die Angehörige direkt einbinden – wie ein familiengebundenes oder ein Investoren-KITAS – und wählen den Weg, der den gesamten Haushalt mit dem geringsten jährlichen Aufwand absichert.
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