Die Schullandschaft internationaler Schulen auf Bali ist größer, als viele bei einer Insel dieser Größe vermuten. Es gibt Schulen mit britischem, US-amerikanischem oder australischem Lehrplan sowie IB-Schulen (International Baccalaureate) – plus einige wenige mit gemischten Konzepten oder einem naturnahen, projektbasierten Ansatz. Die meisten liegen im Süden: Canggu, Umalas, Berawa und Sanur weisen die höchste Dichte auf, weitere befinden sich in Denpasar und um Ubud. Die Altersstufen reichen meist von der Frühförderung bzw. Vorschule bis zur 12. Klasse.
Die Anmeldung öffnet meist lange vor Schuljahresbeginn, und bekanntere Schulen sind in manchen Jahrgangsstufen ein Jahr oder länger im Voraus voll – besonders für Familien, die unter dem Schuljahr anreisen. Meist benötigt man bisherige Zeugnisse, eine Passkopie, Impfnachweise und bei älteren Kindern teils einen Einstufungstest oder ein Gespräch. Viele Schulen erkundigen sich auch nach dem Visum- oder KITAS-Status, da dies für die erwartete Verweildauer relevant ist. Wer mit einem festen Starttermin umzieht, sollte eine Schulauswahl kontaktieren, sobald die Flüge gebucht sind – nicht erst nach der Ankunft.
Vor der Schulwahl sollte man nach der Akkreditierung fragen (auf anerkannte Organisationen statt nur auf eine schöne Website achten), der durchschnittlichen Klassengröße, der Lehrerfluktuation und potenziellen Wachstumsmöglichkeiten des Campus bei mehrjährigem Aufenthalt. Auch praktische Faktoren zählen: Schulbusse oder Verkehr beim Bringen und Holen, Geschwisterrabatte, Freizeitangebote und wie die Schule mit kürzeren Aufmerksamkeitsspannen kleiner Kinder im heißen Klima umgeht. Ein persönlicher Besuch oder zumindest ein Videocall mit dem Aufnahmeteam verrät mehr als jede Broschüre.
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